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Implantologe und Oralchirurg Dr. Michael Berthold

Knochenaufbau beim Zahnarzt in München

  • Wann ist ein Knochenaufbau notwendig?

    Ein Knochenaufbau kann sowohl im Ober- oder Unterkiefer notwendig werden, wenn der Kieferknochen nicht über ausreichend Volumen verfügt, um ein Zahnimplantat fest und langfristig verankern zu können. 

  • Knochenaufbau – Ablauf und Dauer

    Der genaue Ablauf sowie die Dauer eines Knochenaufbaus hängt von der verwendeten Methode ab und kann daher variieren. Zu den eher unkomplizierten Knochenaufbaumethoden, für die in der Regel nur ein kleiner Eingriff nötig ist, gehören die Knochenanlagerung, Bone Spreading sowie die Socket Preservation und der Sinuslift. Prinzipiell sollten Sie für die Durchführung eines Knochenaufbaus etwa 30 - 90 Minuten einrechnen. In unserer Zahnarztpraxis  Seehofer in der Münchner Innenstadt beraten und informieren wir Sie ausführlich über die Möglichkeiten in Ihrem individuellen Fall sowie den präzisen Ablauf der in Frage kommenden Behandlung. 

  • Knochenaufbau - Methoden

    Zum Aufbau des Kieferknochens hält die moderne Zahnmedizin für jede Ausgangssituation eine passende Methode bereit, um ein Zahnimplantat anschließend fest und sicher verankern zu können. 

    Knochenanlagerung 
    Eine Knochenanlagerung ist eine relativ einfach durchzuführende Methode, die es zum Ziel hat, den Kieferknochen zu verbreitern. Dabei kommt meist synthetisches Knochenersatzmaterial oder körpereigenes Knochenmaterial zum Einsatz, das in den entsprechenden Behandlungsbereich eingebracht wird und dort mit der körpereigenen Knochensubstanz verwächst, um das fehlende Knochenvolumen auszugleichen. 

    Knochenspreizung (Bone Spreading)
    Diese Methode wird lediglich bei einem im Oberkiefer notwendigen Knochenaufbau angewandt, da der Oberkiefer weicher ist und im Gegensatz zum Unterkiefer, der aus einer sehr harten Knochensubstanz besteht, eine Spreizung zulässt. Mithilfe einer speziellen Technik wird der zu schmale Oberkieferknochen gespalten und vorsichtig geweitet. Anschließend kann die künstliche Implantatwurzel in den entsprechenden Spalt eingesetzt werden. Gegebenenfalls entstandene Hohlräume können mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden. 

    Knochenspaltung (Bone Splitting) 
    Diese Methode kommt zum Einsatz, wenn ein Bone Spreading aufgrund der fehlenden Knochenmasse nicht durchgeführt werden kann. Eine Knochenspaltung ist mit einem vergleichsweisen hohen Aufwand verbunden und wird nur bei sehr dünnen Kieferknochen eingesetzt. Beim Bone Splitting wird der Kieferknochen zunächst gespalten und zusätzlich gespreizt, um Platz für die künstliche Implantatwurzel zu schaffen. Wie bei der Knochenspreizung werden entstandene Hohlräume mit Knochen aufgefüllt. Die Einheilzeit nimmt hier jedoch einige Monate in Anspruch, um das Implantat sicher und langfristig verankern zu können. 

    Socket Preservation 
    Diese Methode hat das Erhalten des Zahnfachs eines extrahierten (gezogenen) Zahnes zum Ziel, um den mit einem Verlust des Zahnes einhergehenden Knochenabbau zu vermeiden. Die Knochenhöhle, die zuvor von dem Originalzahn gefüllt wurde, wird nun mit mit einem Kollagenkegel aufgefüllt. Kollagen wird in der ersten Phase der Wundheilung selber gebildet. So kann ein Erhalt des Kieferkamms für die spätere Implantation unterstützt werden.  Durch diese Prozedur wird der Erhalt des Kieferkamms gesichert und die Zahnlücke für den Einsatz eines Implantates optimal vorbereitet.

    Distraktionsosteogenese (Knochenneubildung)
    Bei einer Distraktionsosteogenese wird in einem chirurgischen Eingriff der Kieferknochen an der vorgesehenen Stelle gespalten. An beiden Kieferknochenteilen wird nun ein sogenannter Knochendistraktor eingesetzt, der die beiden Knochenstücke kontrolliert auseinanderzieht. Durch diesen künstlich erzeugten Knochenbruch wird der natürliche Heilungsprozess aktiviert und der Aufbau des Zahnknochens angeregt. Die Knochenneubildung nimmt jedoch einige Zeit in Anspruch bis das benötigte Knochenvolumen erreicht und das Einsetzen eines Implantates möglich ist. 

    Sinuslift 
    Ein Sinuslift (auch Sinusbodenelevation) kommt zum Einsatz, wenn der Seitenzahnbereich des Oberkiefers nicht über ausreichend Knochenvolumen verfügt. Um die Knochenhöhe zu erweitern, wird der Boden der Kieferhöhle (Sinus) angehoben. Der entstehende Hohlraum wird mit synthetischem oder körpereigenem Knochenersatzmaterial aufgefüllt. 

Weitere Informationen

  • Knochenaufbau - Schmerzen

    Während eines Knochenaufbaus sorgen wir mit einer lokalen Anästhesie dafür, dass Sie keinerlei Schmerzen verspüren. Auf Wunsch des Patienten hin, kann die OP auch im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Nach einem Knochenaufbau kann es aufgrund der guten Durchblutung im Mundbereich zu einer Schwellung kommen. Schmerzen nach einem Knochenaufbau sind allerdings gering und können mit einfachen Schmerztabletten kontrolliert werden. Je nach Umfang des Knochenaufbaus benötigt der Körper zwei bis etwa sieben Tage, um entsprechende Heilungsarbeit zu leisten. Kontaktieren Sie jedoch unsere Zahnarztpraxis Seehofer, bei ungewöhnlich starken und anhaltenden Schmerzen, um eine Entzündung ausschließen zu können. Durch regelmäßiges Kühlen sollten leichte Schmerzen sowie Schwellungen weitestgehend eingedämmt werden können. 

  • Zahnimplantate ohne Knochenaufbau

    In unserer Zahnarztpraxis Seehofer bieten wir unseren Patienten moderne Möglichkeiten für feste dritte Zähne, die ohne einen Knochenaufbau auskommen. So stellt das All-on-4 Konzept besonders für zahnlose Patienten eine äußerst unkomplizierte und kostengünstige Methode dar, um zu festen dritten Zähnen zu gelangen.