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Zahnarzt Dr. Peter Seehofer und Dr. Michael Berthold

Wurzelbehandlung (Endodontologie) beim Zahnarzt in München

  • Wann ist eine Wurzelbehandlung notwendig?

    In den meisten Fällen ist Karies der Grund einer Zahnwurzelentzündung. Die Bakterien sind dabei bereits ins Zahninnere zu den Zahnwurzelkanälen vorgedrungen. Auch Unfälle, bei denen ein Teil des Zahns abgebrochen ist, können eine Wurzelbehandlung notwendig machen. Ist die Wurzelbehandlung vom Patienten nicht gewünscht oder war die Behandlung nicht erfolgreich, bleibt lediglich die Entfernung des entsprechenden Zahnes. Um die entstandene Lücke wieder zu füllen, kommen Implantate oder eine Zahnbrücke in Frage, um die Funktion des Zahnhalteapparates zu erhalten und Ihnen wieder zu einem schönen Lächeln zu verhelfen.

  • Wie ist der Ablauf einer Wurzelbehandlung in der Praxis Seehofer?

    Nach einer gründlichen Untersuchung und einem Röntgenbild zur genauen Bestimmung der Zahnwurzelentzündung, gehen wir die einzelnen Schritte der Behandlung mit Ihnen durch. Nach Einbringen der Lokalanästhesie wird der entsprechende Zahn mithilfe eines sogenannten Kofferdams (zahnmedizinisches Gummituch für den Mund) isoliert damit keine Bakterien, Speichel oder Blut in den Zahn eindringen können.

    Nun dringt der Zahnarzt zu dem Wurzelkanal vor. Vorbereitend für die anschließende Füllung wird der entsprechende Wurzelkanal mit speziellen Instrumenten und den vorhandenen Röntgenaufnahmen präzise vermessen. Das abgestorbene und entzündete Gewebe wird nun sorgfältig entfernt und das Zahninnere desinfiziert, um nahezu alle Bakterien und Keime abzutöten. Jetzt folgt die Füllung des Wurzelkanals. Musste aufgrund der Entzündung sehr viel Zahnsubstanz entfernt werden, stabilisiert ein spezieller Wurzelstift die Zahnfüllung.

    In den meisten Fällen wird abschließend eine Zahnkrone aufgesetzt, um dem Zahn zusätzliche Stabilität zu bieten und sicherzustellen, dass der Zahn langfristig verschlossen bleibt. 

  • Wurzelbehandlung – Kosten und Krankenkasse

    Bei einer Wurzelbehandlung zahlt die Krankenkasse die Behandlung, wenn der Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wurde und die Wahrscheinlichkeit, dass der Zahn erhalten werden kann, hoch ist. Dies ist der Fall, wenn die Wurzelkanäle bis bzw. fast bis zur Wurzelspitze gereinigt und gefüllt werden können.

    Für Backenzähne gibt es ergänzende Voraussetzungen, die für eine Kostenübernahme gelten müssen:

    1. durch die Behandlung wird eine geschlossene Zahnreihe erhalten
    2. es wird eine einseitige Verkürzung der Zahnreihe nach hinten vermieden
    3. der zu behandelnde Zahn trägt einen funktionstüchtigen Zahnersatz 

    Sollte keine dieser Bedingungen zutreffen und die Behandlung wird als prognostisch schwierig eingeschätzt, zahlt die Krankenkasse nur die Extraktion (Entfernung) des Zahns. 

    Neben den Grundleistungen, die von den Krankenkassen erstattet werden, gibt es zusätzliche private Leistungen, die bei zeitgemäßen Wurzelbehandlungen verwendet werden können, um die Heilungschancen zu erhöhen. Dazu zählen beispielsweiseelektrophysikalisch-chemische Methoden zur Reinigung und Desinfektion der Wurzelkanäle und deren elektrometrische Längenbestimmung. Auch die Verwendung eines Operationsmikroskops bei der Behandlung muss von den Patienten privat bezahlt werden. 

    Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung können gesetzlich Versicherte die Behandlung eines „nicht-erhaltungswürdigen“ Zahns oder die Beanspruchung der genannten Sonderleistungen in Teilen über die Krankenversicherungvoll- oder Zusatzversicherung abrechnen lassen. Wie viel von der Krankenkasse übernommen wird, hängt vom jeweiligen Tarif ab und kann zwischen 40-90 Prozent betragen. 

    Bei einer privaten Krankenvollversicherung werden in der Regel – je nach Tarif – 80 bis 100 Prozent der Behandlungsmaßnahmen erstattet.

Weitere Informationen

  • Wurzelbehandlung mit Laser

    Bei einer bakteriellen Entzündung im Zahninneren kann eine Wurzelkanalbehandlung den Zahn oft erhalten. Die Behandlung mithilfe eines speziellen Lasers ist dabei besonders innovativ in der Endodontie und hat für den Patienten den Vorteil, dass sie im Regelfall schneller und angenehmer ist.

  • Zahnwurzelentzündung (Pulpitis) - Ursachen und Symptome

    Eine Zahnwurzel besteht aus einem oder mehreren Wurzelkanälen, die mit sogenanntem Zahnmark (Pulpa), gefüllt sind. Darunter befindet sich der Zahnnerv und feine Blutgefäße, die nach unten hin offen sind. Dies ermöglicht eine Verbindung des Zahnmarks mit dem Körper. Dringen nun Bakterien in diesen Kanal ein, entsteht eine Entzündung. Die Blutgefäße vergrößern sich und drücken auf den Zahnnerv, was heftige Schmerzen verursachen kann.

    Jetzt sollte schnell gehandelt werden, denn die Entzündung bahnt sich seinen Weg - es können Abszesse im Kieferknochen entstehen und im schlimmsten Fall wandern die Bakterien tiefer in den Körper, wo sie schwere Erkrankungen verursachen können. Symptome für eine Pulpitis sind starke Zahnschmerzen, Druckempfindlichkeit beim Kauen, sensible Reaktionen auf warme und kalte Getränke und Speisen. Auch ein unangenehmes Pochen im Zahn oder eine Verdickung des Zahnfleisches/Kieferknochens kann auf eine Zahnwurzelentzündung hinweisen. 

  • Wurzelbehandlung - Schmerzen und Kurzzeitnarkose (Dämmerschlaf)

    In unserer Zahnarztpraxis Seehofer in der Münchner Innenstadt wird eine Wurzelbehandlung in der Regel in Lokalanästhesie durchgeführt. Auf besonderen Wunsch z. B. bei Angstpatienten, kann auch eine Vollnarkose in Betracht gezogen werden. Mit der lokalen Betäubung wird das Gewebe um den entsprechenden Zahn herum schmerzunempfindlich gemacht, wodurch die Behandlung selbst keine Schmerzen verursacht.

  • Nach der Wurzelbehandlung - Schmerzen und Pflege

    In der Regel verspüren Patienten nach der Wurzelbehandlung keine Schmerzen. Solche können dennoch in den Tagen nach der Behandlung auftreten, da bei dem zahnchirurgischen Eingriff empfindliches Zahngewebe entfernt wird, wodurch der Zahn gereizt wird und eine Weile braucht, um sich zu erholen, und das Gewebe/ Knochen sich regeneriert. Verspüren Sie auch einige Tage nach der Behandlung Schmerzen im Zahn zum Beispiel beim Kauen, wenden Sie sich an unsere Zahnarztpraxis Seehofer für eine weitere Untersuchung und Kontrolle des behandelten Zahnes. Der Grund für die Zahnschmerzen kann eine erneute Entzündung sein.

    Nach der Behandlung selbst gibt es keine besonderen Verhaltensweisen zu beachten. Das Kühlen des betroffenen Zahnes kann helfen, mögliche Schwellungen einzudämmen, und Ibuprofen hilft gegebenenfalls gegen Schmerzen nach der Behandlung. Verzichten Sie jedoch auf die Einnahme von Aspirin und andere blutverdünnende Medikamente und besprechen Sie die Einnahme von Medikamenten im Vorhinein prinzipiell mit unserem Zahnarzt.